Rudergerät Test Logo
Bestenliste

Ein Rudergerät mieten: Lohnt sich das? Unsere Erfahrungen

Alles über das Mieten von Rudergeräten ☑️ Echte Erfahrungen – Finden Sie heraus, ob es die richtige Option für Sie ist

Alex-Baumann

Beitrag von
Alex

Veröffentlicht
27. März 2024

Zuletzt bearbeitet
1. Mai 2026

Rudergerät mieten

Rudergeräte werden immer beliebter, und irgendwann stellst du dir die Frage: erst mieten und dann entscheiden, oder direkt kaufen?

Wir haben das Mieten mit einem WaterRower S4 über NoHRD selbst durchgespielt und dabei eine klare Antwort gefunden — und die fällt in den meisten Fällen gegen das Mieten und Leasen aus. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, warum.

Lohnt es sich überhaupt, ein Rudergerät zu mieten?

In den meisten Fällen nein. Wer das Rudern langfristig nutzen will — und das ist die große Mehrheit aller Interessenten — zahlt beim Mieten am Ende deutlich mehr als beim Kauf und bekommt dabei ein gebrauchtes Gerät, das nach der Mietzeit wieder zurückgeht.

Die Rechnung ist einfach und ernüchternd: 

Bei NoHRD startest du ab 9,98 € pro Woche, das sind rund 520 € pro Jahr für ein gebrauchtes WaterRower-Modell mit ein bis fünf Jahren Nutzungsdauer.

Ein solides Einsteiger-Rudergerät kaufst du neu ab 400 bis 500 €. Schon nach acht bis zehn Monaten Miete hast du den Kaufpreis eines vergleichbaren Geräts überschritten — und im Gegensatz zum Mieter gehört dir das gekaufte Gerät dann komplett.

Wir hatten zu Beginn unseres Tests ehrlich gehofft, das Mieten als smarte Einsteiger-Option empfehlen zu können. Nach unserem eigenen Durchlauf mit dem WaterRower S4 über NoHRD müssen wir diese Erwartung revidieren: Die Flexibilität ist real, aber der Preis dafür ist hoch — zu hoch für die allermeisten Nutzer.

Wie teuer ist Rudergerät mieten wirklich?

Zwischen 9,98 € und 16,99 € pro Woche für das reine Mietentgelt — plus Kaution, plus Rücktransportgebühr, plus mögliche Montagekosten. Die beworbenen Wochenpreise sind nur die halbe Wahrheit, und genau hier versteckt sich der Grund, warum Mieten in der Gesamtrechnung so selten aufgeht.

NoHRD: 9,98 € pro Woche für gebrauchte WaterRower

NoHRD/WaterRower ist der günstigere der beiden deutschen Anbieter — aber eben nur für gebrauchte Geräte mit ein bis fünf Jahren Nutzungszeit. Du wählst das gewünschte Modell, füllst das Formular aus, bekommst einen Mietvertrag zugeschickt und das Gerät per kostenlosem Versand geliefert. Die Mindestmietdauer beträgt drei Monate im Mieten-und-Kaufen-Programm.

Die Haken zeigen sich erst im Kleingedruckten: Du zahlst eine Kaution, und beim Rücktransport fallen pauschal 49 € Gebühren an, die mit der Kaution verrechnet werden. Beliebte Modelle haben Wartezeiten, weil der Bestand an gebrauchten WaterRowern begrenzt ist. Dazu kommt: Die Übernahmekosten am Ende der Mietzeit sind relativ hoch — wer von Anfang an weiß, dass er das Gerät behalten will, zahlt über den Mieten-und-Kaufen-Weg mehr als beim direkten Kauf.

Mietfit: 16,99 € pro Woche mit optionaler Montage

Mietfit verlangt deutlich mehr — 16,99 € pro Woche, also rund 73 € pro Monat. Damit liegt der Wochenpreis etwa 70 Prozent über dem von NoHRD, ohne dass der Service erkennbar besser ist. Zusätzlich bietet Mietfit eine kostenpflichtige Montage für 90 € an, was den Einstieg weiter verteuert.

Der Internetauftritt wirkt im direkten Vergleich weniger aufgeräumt, und die Kostenstruktur ist intransparenter. Für uns war Mietfit nach dem ersten Blick keine ernsthafte Alternative — wer wirklich mieten will, landet in Deutschland praktisch automatisch bei NoHRD.

Welche versteckten Kosten kommen noch dazu?

Über das reine Wochenentgelt hinaus summieren sich bei NoHRD schnell 49 € Rücktransport, eine dreistellige Kaution und möglicher Kautionsabzug bei Gebrauchsspuren — bei Mietfit kommen 90 € Montagegebühr oben drauf. Diese Zusatzkosten entscheiden oft mehr über die Gesamtrechnung als der beworbene Wochenpreis.

Die wichtigsten versteckten Kostenpunkte beim Rudergerät mieten und leasen:

  • Kaution (Höhe modellabhängig, meist dreistellig) — wird am Ende verrechnet, bei Schäden teilweise einbehalten
  • Rücktransport bei NoHRD pauschal 49 €, nicht verhandelbar
  • Montagegebühr bei Mietfit 90 €, bei NoHRD optional
  • Wartezeiten auf beliebte Modelle — bedeuten verlorene Trainingswochen
  • Eigenaufwand beim Abbau und Verpacken am Mietende — realistisch ein halber Tag
  • Übernahmekosten beim Mieten-und-Kaufen-Programm, die bereits gezahlte Miete nur teilweise anrechnen
Domyos x Waterrower WR3 Lieferung

Ab wann wird Kaufen günstiger als Mieten oder Leasen?

Schon nach 8 bis 10 Monaten Miete hast du den Kaufpreis eines soliden Einsteigermodells überschritten — bei Premium-Geräten wie dem WaterRower liegt der Break-even bei 18 bis 24 Monaten. Das ist der entscheidende Rechen-Punkt, und er fällt bei fast jedem realistischen Nutzungsszenario gegen das Mieten aus.

Hier der direkte Vergleich, damit du die Zahlen selbst einordnen kannst:

  • Einsteiger-Rudergerät (Kaufpreis ab 400 €): Break-even bei NoHRD nach rund 40 Wochen oder 10 Monaten
  • Mittelklasse-Gerät (Kaufpreis ab 700 €): Break-even nach etwa 15 Monaten
  • WaterRower oder vergleichbares Premium-Modell (ab 1.000 €): Break-even nach 18 bis 24 Monaten
  • Mietfit mit 16,99 € pro Woche: Break-even bei allen Modellen deutlich früher — bei Einsteigergeräten schon nach gut 6 Monaten

Und noch wichtiger als der reine Break-even ist, was danach passiert: Ab dem Break-even-Punkt zahlt der Mieter jeden weiteren Monat drauf, während der Käufer ein Gerät besitzt, das er jederzeit nutzen, verkaufen oder verschenken kann. Nach zwei Jahren Miete hast du im Extremfall das Doppelte des Kaufpreises ausgegeben — und besitzt nichts.

Welche Nachteile hat Rudergerät mieten und leasen?

Neben den höheren Gesamtkosten kommen beim Mieten mehrere strukturelle Nachteile dazu, die in den Marketing-Texten der Anbieter keine Rolle spielen. Wir haben sie während unseres eigenen Mietprozesses gesammelt — und einige davon sind gravierender, als es auf den ersten Blick scheint.

Die wichtigsten Nachteile im Überblick:

  • Du bekommst gebrauchte Geräte mit Nutzungsspuren — bei NoHRD zwischen einem und fünf Jahren Vornutzung, sichtbar an kleinen Lackschäden, Abnutzung am Sitz, teils auch an der Laufschiene
  • Beliebte Modelle sind oft nicht verfügbar — wer einen bestimmten WaterRower will, steht unter Umständen wochenlang auf der Warteliste
  • Die kumulierten Mietkosten übersteigen langfristig den Kaufpreis — bei längerer Nutzung sogar deutlich
  • Zusatzgebühren schmälern den Preisvorteil — Rücktransport, Kaution, Montage addieren sich
  • Am Ende der Mietzeit musst du abbauen und verpacken — je nach Modell ein erheblicher Aufwand
  • Nach der Miete gehört dir nichts — während der Käufer entweder trainiert oder verkauft
  • Hochwertige Rudergeräte verlieren kaum an Wert — wie iPhones behalten sie ihren Wiederverkaufspreis, was den Kauf nachträglich günstig macht
  • Das Übernahmeangebot am Mietende ist teuer — bereits gezahlte Miete wird nur anteilig angerechnet

Einen ehrlichen Pluspunkt gibt es: Der Kundenservice bei NoHRD war in unserer Erfahrung schnell, freundlich und kompetent — aber guter Service macht eine wirtschaftlich ungünstige Option nicht automatisch zur richtigen Wahl.

Für wen kann sich das Mieten oder Leasen trotzdem lohnen?

Nur für einen sehr kleinen Personenkreis — und selbst dort ist der Vorteil schmaler, als die Anbieter es darstellen. Wir wollen fair bleiben: Es gibt drei Szenarien, in denen Rudergerät mieten tatsächlich die richtige Entscheidung sein kann.

  • Erstens: Wenn du komplett neu im Rudersport bist und ernsthaft zweifelst, ob du die Bewegung zwei bis drei Monate durchhältst. Dann ist eine Dreimonats-Miete bei NoHRD ein kalkulierbares Risiko — rund 130 € plus Rücktransport, und du weißt danach, ob Rudern dein Sport ist.
  • Zweitens: Wenn du saisonal trainieren willst — zum Beispiel nur zwischen November und März, wenn draußen Laufen und Radfahren schwierig werden. Bei einer reinen Wintermietzeit kann die Rechnung aufgehen, wenn du den Rest des Jahres das Gerät ohnehin nicht brauchst.
  • Drittens: Wenn du temporär auf ein hochwertiges Gerät angewiesen bist — zum Beispiel während einer Reha-Phase oder nach einer Verletzung — und sicher weißt, dass du nach drei bis sechs Monaten wieder mit anderen Sportarten weitermachst.

In allen anderen Fällen — und das ist die überwältigende Mehrheit — kippt die Rechnung zugunsten des Kaufs. Spätestens ab dem vierten Monat wird jede weitere Mietwoche zum Draufzahlen. Wer sich unsicher ist, trifft mit einem günstigen Einsteigergerät unter 300 Euro oder einem kompakten, platzsparenden Modell meist die bessere Wahl.

Warum der Kauf in den meisten Fällen die bessere Wahl ist

Der größte Vorteil eines gekauften Rudergeräts ist nicht die Kostenersparnis allein — es ist der Wiederverkaufswert, den Mietkonzepte komplett ignorieren. Hochwertige Rudergeräte wie der WaterRower, der Concept2 oder ein Hydrow verhalten sich ähnlich wie iPhones: Sie verlieren pro Jahr nur einen kleinen Teil ihres Werts, und der Gebrauchtmarkt ist groß.

Konkret heißt das: Wenn du ein WaterRower-Modell für rund 1.000 € kaufst und nach zwei Jahren feststellst, dass Rudern doch nicht dein Sport ist, bekommst du im Gebrauchtmarkt realistisch noch 600 bis 750 € zurück. Deine tatsächlichen Kosten für zwei Jahre Nutzung liegen dann bei 250 bis 400 € — deutlich unter dem, was du im selben Zeitraum beim Mieten ausgegeben hättest, inklusive Rücktransport und Kaution.

Beim Kauf kommt noch ein oft unterschätzter Punkt dazu: volle Kontrolle über das Gerät. Kein Rücksendetermin, keine Kaution, kein Abbau-Stress, keine Sorgen über Gebrauchsspuren, keine Mindestmietdauer. Du stellst es hin, trainierst, und irgendwann entscheidest du selbst, was damit passiert. Diese Freiheit ist für viele der eigentliche Grund, warum der Kauf sich besser anfühlt — nicht nur auf dem Papier.

Und wenn du wirklich vor der Frage stehst, welches Modell zu dir passt, ist der Sprung zu einem ehrlichen Test und einer guten Bestenliste meistens der bessere Startpunkt als jede Mietentscheidung. Unser Vergleich der besten Wasser-Rudergeräte 2026 zeigt dir zum Beispiel die Premium-Alternativen zum NoHRD-Mietprogramm — oft günstiger im Zweijahreszeitraum als jede Miete.

Wie sieht ein fairer Preisvergleich Miete vs. Kauf über 24 Monate aus?

Über 24 Monate kostet dich die Miete bei NoHRD rund 1.040 €, ein gekauftes Einsteigergerät nach Wiederverkauf nur 150-250 € — das ist ein Unterschied von bis zu 800 €.So sieht die Rechnung im direkten Vergleich aus:

SzenarioKosten 24 MonateWas bleibt dir?
NoHRD-Miete (9,98 €/Woche)ca. 1.040 €  + 49 € RücktransportNichts
Mietfit (16,99 €/Woche)ca. 1.770 €  + 90 € MontageNichts
Einsteigergerät (400 € Kauf)400 €Gerät, Wiederverkauf ca. 150-200 €
WaterRower (1.000 € Kauf)1.000 €Gerät, Wiederverkauf ca. 600-750 €

Die Botschaft ist eindeutig: Selbst beim teuersten Kauf-Szenario fährst du nach zwei Jahren besser als bei der günstigsten Miete. Bei Einsteigergeräten ist der Unterschied sogar drastisch.

Welche Kauf-Alternativen ersetzen das Mieten komplett?

Drei Preisbereiche decken alles ab, was du beim Mieten bekommst — und schlagen die Mietrechnung schon nach wenigen Monaten. Hier sind die Startpunkte, wenn du dich nach unserem Ratgeber gegen das Mieten entscheidest.

Alle drei Optionen haben eines gemeinsam: Nach zwei Jahren besitzt du ein Gerät, das du verkaufen, verleihen oder weiter nutzen kannst — beim Mieten bleibt dir nur die Erinnerung.

Fazit: Lohnt sich Rudergerät mieten oder leasen wirklich?

Für rund 90 Prozent aller Interessenten ist Rudergerät mieten oder leasen die teurere und unflexiblere Variante — der Kauf ist in fast jedem realistischen Nutzungsszenario die bessere Entscheidung. Das ist das Fazit nach unserem eigenen NoHRD-Mieteinsatz mit dem WaterRower S4 und dem direkten Preisvergleich zu den besten Einstiegs- und Premium-Kaufgeräten auf dem deutschen Markt.

Die Empfehlung im Klartext: Wenn du dir ziemlich sicher bist, dass du rudern willst, kauf direkt ein Einstiegsgerät ab 400 € oder ein Premium-Gerät ab 1.000 € — beides schlägt jede Miete wirtschaftlich nach spätestens zehn beziehungsweise vierundzwanzig Monaten, und du hast am Ende einen Wiederverkaufswert. Nur wenn du ernsthaft zweifelst und maximal drei Monate testen willst, ist eine kurze NoHRD-Miete eine kalkulierbare Option.

Ein Satz, den wir nicht schreiben wollten, aber in unserer Testerfahrung immer wieder bestätigt gefunden haben: Die beworbene Flexibilität der Mietprogramme ist real — aber du zahlst sie mit gebrauchten Geräten, versteckten Gebühren und einer Rechnung, die spätestens im zweiten Halbjahr gegen dich läuft. Für einen schnellen Überblick über solide Kauf-Alternativen empfehlen wir dir unseren Rudergerät-Vergleich mit 130+ getesteten Modellen als nächsten Schritt.

FAQ zum Mieten von Rudergeräten

Alex, erfahrener Rudergeräte-Tester mit 15 Jahren Expertise, hat bereits über 100 Modelle getestet. Mit seinem tiefen Wissen liefert er präzise Bewertungen, praxisnahe Ratschläge und fundierte Empfehlungen, um das perfekte Rudergerät für effektives und gesundes Training zu finden.

Autor

Hinterlasse den ersten Kommentar