WaterRower vs. Concept2 – Welches Rudergerät ist das bessere?

WaterRower vs. Concept2

Immer wieder wird uns die Frage gestellt, welches Rudergerät das bessere ist. Ohne Hintergrundinformationen ist es nicht einfach die Frage zu beantworten, denn das Concept2 und der WaterRower sind richtigerweise schon direkte Konkurrenten, bedienen allerdings unterschiedliche Zielgruppen. Die Frage können wir gut nachvollziehen, denn beide Hersteller sind fast jedem bekannt und wenn ich das Wort Rudergerät höre, dann denke ich auch automatisch an das Concept2 oder den WaterRower. Es hat schon einen Grund wieso beide Rudergeräte so oft miteinander verglichen werden.

Um alle offenen Fragen transparent zu beantworten, haben wir das Concept2 mit dem WaterRower umfangreich verglichen. Damit möchten wir bei unseren Lesern Klarheit schaffen, sodass die größten Unterschiede deutlich aufgezeigt werden und beim Kauf eine bewusste Entscheidung getroffen werden kann.

Varianten & Preise

Concept2

Viele Modelle gibt es bei Concept2 nicht. Der US-amerikanische Hersteller hat neben dem berühmten Modell D, noch das Modell E im Sortiment. Die Rudergeräte unterscheiden sich auch nicht so gravierend.

Modell D

Das Concept2 Modell D gehört zu den Rudergeräten, die weltweit am meisten verkauft werden. Es arbeitet mit einem Luftwiderstand-Bremssystem und ist für den Heimgebrauch, als auch für den Profibereich bestens geeignet. Sehr viele Profiruderer trainieren auf dem Concept2 Modell D und möchten das Trainingsgerät auch nicht mehr missen oder auf etwas vergleichbarem rudern. Auch ist das Modell D der internationale Standard, auf dem alle Wettkämpfe ausgetragen werden. Positive Merkmale des Modell D sind unter anderem die sehr stabile Verarbeitung, das tolle Rudergefühl, der umfangreiche Trainingscomputer und die große Online-Community. Das Modell D ist in den Farben schwarz und in grau erhältlich. Der Preis des Modell D beträgt ca. 1.049 €.

Modell E

Das Modell E ist eine modifizierte Version des Modell D. Der deutlichste optische Unterschied ist die erhöhte Sitzposition des Modell E, welches das Auf- und Absteigen erleichtert. Zudem sind die Vorderbeine aus Stahl und nicht Aluminium. Auch die Halterungen des Computers ist beim Modell E aus Aluminium und nicht aus Thermoplast wie beim Modell D. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass das Modell E von der Ergonomie und Stabilität ein wenig besser ist. Das Modell E ist ab 1.319 € erhältlich.

Concept2 Modell E

 

WaterRower

S4

Den WaterRower gibt es in vier verschiedenen Ausführungen, wobei sich diese nur in der Holzart unterschieden. Dabei hat man die Auswahl zwischen Eiche, Esche, Kirsche und Nussbaum. Natürlich unterscheiden sich die Holzarten auch im Preis. Die günstigsten Varianten sind die Modelle „Eiche“ und „Esche“ mit ca. 1.299 €. Gefolgt von der Version Kirschholz mit 1.499 €. Die teuerste Holzvariante „Nussbaum“ ist für 1.699 € erhältlich.

Zu den genannten Modellen, vertreibt WaterRower noch weitere Modelle die sich „Club-Sport“ und „Shadow“ nennen. Diese sind aus Eschenholt und unterschiedlich lackiert und kosten 1.399 €.

WaterRower Esche S4 Leistungsmonitor

1199,00 €*
1499,00 €inkl. MwSt.
*am 15.10.2018 um 20:18 Uhr aktualisiert

WaterRower Eiche S4

1299,00 €*
inkl. MwSt.
*am 15.10.2018 um 20:15 Uhr aktualisiert

WaterRower Kirsche/Oxbridge S4

1499,00 €*
inkl. MwSt.
*am 15.10.2018 um 20:14 Uhr aktualisiert

WaterRower Nussbaum S4

1699,00 €*
1899,00 €inkl. MwSt.
*am 15.10.2018 um 22:38 Uhr aktualisiert

WaterRower Club-Sport S4

1399,00 €*
1499,00 €inkl. MwSt.
*am 15.10.2018 um 22:38 Uhr aktualisiert

WaterRower Shadow S4

1399,00 €*
inkl. MwSt.
*am 15.10.2018 um 20:55 Uhr aktualisiert

A1, M1 & S1

Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, kann auch zum WaterRower A1 greifen, dass ca. 999 € kostet. Das Rudergerät ist nicht komplett aus Holz, sondern hat auch einige Alu-Teile verbaut. Zudem ist nur der A1 Trainingscomputer verbaut, der im Gegensatz zum S4 weniger Funktionen und keine Trainingsprogramme bietet. Das Rudergefühl ist trotzdem klasse auf der A1-Version.

WaterRower setzt aber nicht nur auf Holz. Mit dem M1 LoRise und dem M1 HiRise erhält man ein Rudergerät mit einem Wasserwiderstand im gebürsteten Aluminium-Look. Die Preise belaufen sich dabei auf 1.599 für die LoRise Version und 1.699 für die HiRise Variante mit den erhöhten Standfüßen.

Das S1 ist eine limitierte Sonderedition aus Edelstahl und sieht sehr cool aus. Allerdings kostet das Rudergerät auch einiges mehr als seine Brüder. Für ca. 2.499 € ist das Rudergerät erhältlich.

Was das Rudergefühl angeht, so versichert WaterRower, dass alle Rudergeräte gleich gut sind und es keine spürbaren Unterschiede gibt.

WaterRower M1 LoRise S4

1599,00 €*
inkl. MwSt.
*am 15.10.2018 um 20:16 Uhr aktualisiert

WaterRower A1

999,00 €*
inkl. MwSt.
*am 15.10.2018 um 21:14 Uhr aktualisiert

WaterRower M1 HiRise S4

1699,00 €*
inkl. MwSt.
*am 15.10.2018 um 20:58 Uhr aktualisiert

WaterRower S1 – Edelstahl

2499,00 €*
inkl. MwSt.
*am 15.10.2018 um 20:50 Uhr aktualisiert

Aufbau

Nachdem man sein Rudergerät bestellt, folgt typischerweise erst einmal der Aufbau. Der Aufbau ist meiner Meinung nach ein nicht so wichtiges Kriterium im Vergleich zu den anderen Punkten. In den meisten Fällen wird das Rudergerät einmalig zusammengeschraubt und dann war es das auch schon. Selbst wenn der Aufbau zwei Stunden dauert ist das alles halb so wild, da die Rudergeräte ewig halten.

Das Concept2 kommt schon größtenteils vorgeschraubt bei Ihnen an. Es müssen lediglich die Vorderbeine mit acht Schrauben unter dem Windradgehäuse angeschraubt werden. Anschließend kann die Laufschiene am vorderen Teil des Rudergeräts eingerastet werden. Sie benötigen maximal 30 Minuten für den Aufbau.

Beim WaterRower ist ein wenig mehr handwerkliches Geschick notwendig. Aber mit der beiliegenden Anleitung bekommt das jeder hin. Es müssen alle größeren Teile grob gesagt einfach zusammengeschraubt werden. Wirklich schwer ist das nicht. Im folgenden Video ist der Aufbau sehr schön dokumentiert.

Nach dem Aufbau muss noch mit der im Lieferumfang beilegenden Wasserpumpe ca. 16-18 Liter Wasser in den Tank gepumpt werden. Das kann ebenfalls einige Minuten dauern. In maximal einer Stunde Aufbauzeit ist der WaterRower einsatzbereit.

Optik

Hier hat der WaterRower die Nase klar vorne. Nicht, dass das Concept2 hässlich wäre, aber in einem Wohnzimmer würde das Rudergerät wohl ein bisschen „falsch“ wirken und das Gesamtbild des Wohnraums verschlechtern. Das Concept2 hat den typischen sportlichen Look eines Fitnessgeräts und passt deswegen am besten in die Garage, in den Hobbyraum oder ins eigene GYM. Aber auch draußen auf eine Terrasse macht das Concept2 eine gute Figur.

Der WaterRower fügt sich dagegen wie ein Chamäleon in das Gesamtbild ein. Die natürliche und schlichte Holzverarbeitung wirkt nicht sonderlich sportlich und gerade diese Optik lieben viele WaterRower-Besitzer. Im Wohnzimmer sieht der WaterRower aus wie ein Design-Möbelstück. Ahnungslose erkennen auf den ersten Blick erst gar nicht, dass sich dabei um ein Fitnessgerät handelt. Das beweist auch folgender Fakt: Seit einigen Jahren kann ein WaterRower-Prototyp im Londoner Designmuseum bewundert werden. Bis dato ist es auch das einzige Sportgerät, dass in einem Museum geführt wurde.

Water Rower Nussbaum S4 Training2
Concept2 Modell D Training

 

Verarbeitung & Langlebigkeit

Beide Rudermaschinen sind sehr hochwertig verarbeitet, wobei das Concept2 größtenteils auf Stahl/Aluminium und der WateRower auf Holz setzt. Betracht man nur die optische Verarbeitung, dann weisen beide Rudergeräte keine Schwachstellen, Risse oder sonstige negative Punkte auf. Alles wirkt sehr gut umgesetzt und wie aus einem Guss.

Was die Stabilität angeht, da ist das Concept2 eines der stabilsten Rudergeräte auf dem Markt. Mir ist noch kein Fall bekannt, bei dem das Concept2 einen größeren Schaden hatte. Selbst sehr gut verarbeitetes Holz kann beim Punkt Stabilität gegen Aluminium/Stahl nicht mithalten. Bei Holz kann es immer wieder mal vorkommen, dass man irgendwo hängen bleibt und dadurch eine Einkerbung im Holz entsteht. Auch wenn man das maximale Belastungsgewicht betrachtet, fällt einem sofort auf das Concept2 mit 227 kg deutlich belastbarer ist, als der WaterRower mit 150 kg.

Wir wollen hier den WaterRower trotz sehr guter Verarbeitung nicht schlecht reden, aber das Concept2 ist in dem Punkt einfach ein Vorzeigerudergerät. Deswegen geht dieser Punkt an das Concept2.

Widerstand

Der Widerstand, der jeweils beiden Rudergeräte ist selbst für Profisportler total ausreichend. Bei beiden Widerstandstypen (Luft und Wasser) gilt, je stärker Sie ziehen, desto stärker wird der Widerstand. Zusätzlich bietet das Concept2 noch 10 Widerstandstufen an, die sich ganz schnell vorne am Windrad einstellen lassen. Beim WaterRower wird der Grundwiderstand mit der Füllmenge des Wassers im Tank bestimmt. Dabei muss beachtet werden, die 18 Liter im Tank nicht zu überschreiten, da sonst in der senkrechten Lagerung ein wenig Wasser austreten kann.

Für Wettkämpfe eignet sich das Concept2 besser als ein Rudergerät mit einem Wasser-Widerstand, den die Messwerte sind sehr genau und jeder Ruderer hat dadurch die gleichen Voraussetzungen. Dazu kommt, dass der Computer des Concept2 besser ist, aber dazu kommen wir gleich.

Rudergefühl

Schon mal vorne weg, das Concept2 Rudergerät, als auch der WaterRower überzeugen hier zur vollsten Zufriedenheit. Allerdings unterscheiden Sie sich ein wenig.

Die Dynamik auf dem Concept2 Modell D ähnelt sehr einem Ruderboot auf dem Wasser. Der Luftwiderstand baut sich frühzeitig auf und die Beine müssen ordentlich arbeiten. Der komplette Ruderablauf wirkt sehr harmonisch und da spielen einige Komponenten eine entscheidende Rolle. Zum einen der kugelgelagerte Sitz, das Zugband, der Widerstand und die Stabilität des Rudergeräts. In allen Punkten glänzt das Concept2, wodurch ein erstklassiges Ruderfeeling zustande kommt.

Alle genannten Punkte treffen auch beim WaterRower zu, wobei der WaterRower dem Rudern auf dem Wasser noch ein Stück näher kommt. Ausschlaggebend dafür sind der Wasserwiderstand und die patentierten Ruder (FlyWheels) im Tank. Die FlyWheels sind ein wenig gewölbt, wodurch das Rudern sehr weich wirkt. Das ist unter anderem besonders gelenkschonend. Außerdem werden bei den FlyWheels bis 15 % mehr Wasser verdrängt, als bei normalen Ruder. Im Endeffekt bleibt nur zu sagen, dass der Wasserwiderstand dem Luftwiderstand beim Punkt Rudergefühl ein bisschen überlegen ist.

Lautstärke

Bei der Lautstärke zeigen sich deutliche Unterschiede. Beim Concept2 Rudergerät ist die Lautstärke stark von der Intensität abhängig. Je fester Sie ziehen, desto lauter arbeitet das Luft-Widerstandssystem. Bei einer hohen Intensität ist die Lautstärke des Concept2 vergleichbar mit einem lauten Fernseher. Zusätzlich kommt noch das Geräusch der Stahlkette hinzu, die man ebenfalls eindeutig hört, wenn Sie durch die Führung gezogen wird. Mir persönlich gefällt die Geräuschkulisse, denn Sie gibt mir ein Feedback und motiviert mich noch fester zu ziehen. Aber das ist Geschmackssache.

Die Lautstärke des WaterRower beträgt dagegen Zimmerlautstärke. Man hört das Plätschern des Wassers im Tank, was sehr beruhigend wirkt. So kommt man sich schon fast vor wie auf einem Boot. Von der Geräuschkulisse her ist der Wasser-Widerstand der deutlich angenehmste von allen Widerstandssystemen. Für viele ist auch dieser Faktor ausschlaggebend.

Bei beiden Geräten ist die Verbindung zwischen Rollsitz und Laufschiene ebenfalls optimal umgesetzt. Man hört so gut wie nichts schleifen und die Ruderbewegung wirkt sehr flüssig. Bei vielen günstigen Rudergeräten ist das nicht so optimal umgesetzt. Falls Sie in einer Mietwohnung wohnen, sollte das Concept2 bzw. ein Rudergerät mit einem Luft-Widerstand nicht die erste Wahl sein. Nachbarn könnten Sie durch die Lautstärke ein wenig gestört fühlen. Sprechen Sie das am besten mit Ihren Nachbarn ab. Dieser Punkt geht deswegen deutlich an den WaterRower.

Trainingscomputer

Verglichen werden hier der Performance Monitor 5 (PM5) von Concept2 und der S4 Leistungsmonitor von WaterRower.

Beide Computer verfügen über die ganzen Standardfunktionen und Programme wie z.B.:

  • Zeitanzeige
  • Wattanzeige
  • Gesamtzahl der Ruderschläge
  • Ruderschläge pro Minute
  • Distanz
  • Geschwindigkeit
  • Dzrchschnittliche Zeit für 500m, 1000m, 2000m u.v.m.
  • Herzfrequenz

Für geschätzt 80 % sind die Funktionen vollkommen ausreichend. Der wohl größte Unterschied ist die Genauigkeit der Messwerte. Egal auf welchem Concept2 sie rudern, die Messwerte sind überall gleich. So können Sie haargenau ihre Messwerte auswerten und feststellen ob Sie sich verbessert haben. Genau wegen dieser Messgenauigkeit ist das Modell D auch der internationale Standard wenn es um Wettkämpfe geht. Der WaterRower ist in dem Punkt nicht wirklich schlecht, aber wenn man wirklich zuverlässige Messwerte haben möchte, bei denen es auf jede Sekunde oder jeden Meter ankommt, dann führt nichts am Concept2 vorbei.

WaterRower Esche S4 Monitor

Concept2 PM5

Auch beim Thema Motivation ist der PM5 von Concept2 dem S4 Leistungsmonitor deutlich voraus. Zum einen verfügt Concept2 über einen Online-Modus, bei dem Sie sich weltweit mit den besten Ruderern messen können. Es gibt sogar eine Weltrangliste. Auch verfügt das Concept2 über einige Spiele, die richtig Spaß machen und bei denen unterschiedlich Intensitätstechniken trainieren werden. Hier hat der WaterRower noch Nachholbedarf.

Concept2 Log Book

Von der Bedienung ist das Concept2 dem WaterRower ebenfalls überlegen. Trainingsprogramme können mit nur wenigen Klicks gestartet werden. Die Menüs ist nicht zu tief verschachtelt und nach wenigen Einheiten kennt man sich im Menü bestens aus. Der S4 Leistungsmonitor ist bedientechnisch nicht wirklich schlecht was das Menü usw. betrifft. Aber wenn man sich ein spezielles Programm erstellt möchte, dass noch nicht vorprogrammiert ist, dann benötigt man mehr Zeit und mehr Nerven. Wenn man das Prinzip verstanden hat, dann funktioniert ist es auch ganz gut, ist aber trotzdem noch ein bisschen umständlich.

Zusammengefasst ist der PM5 dem S4 schon deutlich überlegen. Das liegt nicht daran das der S4 nun wirklich schlecht ist, sondern daran, dass der PM5 wohl der beste Trainingscomputer mit der größten Online-Community ist.

Ergonomie

Das Concept2 Modell D ist durch die Standfüße ein wenig höher als die WaterRower Rudergeräte. Das erleichtert das Auf- und Absteigen ein wenig. Was aber für den WaterRower spricht, ist die Neigung der Laufschiene. Beim Concept2 Modell D und Modell E neigt sich diese minimal nach unten, wobei die Schiene WaterRower einfach nur waagrecht ist. Für Personen, die sehr starke Knieprobleme haben, eignet sich die waagrechte Variante ein wenig besser, da bei der Vorwärtsbewegung weniger Belastung auf den Knien herrscht. Der Unterschied ist aber wirklich nur minimal, da an sich Rudergeräte sowieso sehr gelenkschonend sind.

Ältere Personen haben oft Probleme beim Auf- und Abstiegen. Hier bieten beide Hersteller jeweils eine Lösung an. Beim Concept2 sollte man deswegen zum Modell E greifen. Das Rudergerät ist noch stabiler verbaut und bietet eine erhöhte Sitzposition. Es kostet aber auch ein wenig mehr. WaterRower bietet ein Upgrade in Form von erhöhten Standfüßen an, die sich HiRise Adpater nennen. Die Standfüße sind etwa 20 cm hoch und sind in allen Holzvarianten erhältlich. Der Preis beträgt ca. 100 €.

WaterRower HiRise

Ein weiter Punkt der für eine gute Ergonomie spricht, ist die Position des Trainingscomputers. Der Trainingscomputer des Concept2 befindet sich ideal auf Kopfhöhe und während des kompletten Trainings muss der Kopf nicht unnötig gedreht werden. Dagegen ist die Position des S4 Trainingscomputers des WaterRowers nicht so ideal. Der Computer befindet sich rechts unten neben dem Wassertank. Selbst der WaterRower A1, das Einstiegsmodell der WaterRower Baureihe hat seinen Computer wenigstens zentriert in der Mitte über den Fußauflagen verbaut. Auch wenn es nur der abgespeckte A1 Computer ist.

 

Ansonsten gibt es bei beiden Rudergeräten nichts zu meckern. Im Großen und Ganzen nehmen sich beide Rudergeräte hier nichts und haben jeweils ihre Vor- und Nachteile.

Lagerung

Wer möchte, kann nach dem Training das Concept2 platzsparend lagern. Dabei hat sich das US-amerikanische Unternehmen eine simple, aber schlaue Lösung einfallen lassen. Die Laufschiene muss einfach nur aus der Verankerung rausgehoben werden. Dann können beide Einzelteile einfach senkrecht gelagert werden. Elegant ist die Lösung nicht. Die meisten Rudergeräte haben nämlich eine Klappfunktion, ohne dass beide Einzelteile komplett auseinandergenommen werden müssen.

Aber auch der WaterRower verzichtet auf eine Klappfunktion. Ist auch schlecht umzusetzen bei einer Holz-Konstruktion. Stattdessen lässt sich das Rudergerät einfach senkrecht umkippen und über die Transportrollen kann das Rudergerät an einen Lagerort gefahren werden. Durch die schmale Bauweise benötigt der WaterRower in der Breite und Länge nur sehr wenig Platz. In etwa nur so viel Platz wie ein Stuhl. Einzig in der Höhe werden knapp 210 cm benötigt.

Im Vergleich zum Conept2 benötigt der WaterRower deutlich weniger Platz und es muss nichts auseinander gebaut werden. Der Punkt geht klar an den WaterRower.

Rudergerät Concept2 Modell D klappbar

 

 

Wartung

Das Concept2 ist sehr wartungsarm. Außer mal ein bisschen Staub wischen, sollte man die Stahlkette einmal im Jahr ölen.

Beim WaterRower sollte alle 6 Monate das Wasser im Tank gewechselt. Gleichzeitig sollte auch eine Chlortablette in den Wassertank geworfen werden, die die Algenbildung verhindert. Empfohlen ist auch, einmal im Jahr zu prüfen, ob die Schrauben noch fest sitzen du gegebenenfalls sollten diese nachgezogen werden. Optional kann das Holz, dass schon von WaterRower mit dänischen Öl angestrichen wurde, alle paar Monate neu aufgetragen werden. Das schützt das Holz ein wenig und optisch wirkt das Holz dadurch lebhafter.

Wirklich wartungsintensiv ist keines der Rudergeräte, wobei das Concept2 trotzdem ein bisschen besser abschneidet

Garantie

Wie schon erwähnt, sind beide Rudergeräte von der Verarbeitung her erstklassig. Aber sollte doch etwas kaputt gehen, so haben Sie bei beiden Herstellern folgende Garantielaufzeiten:

Concept2

  • 5 Jahre auf den Rahmen
  • 2 Jahre auf Verschelißteile

WaterRower

  • 2 Jahre

Zubehör

Im Bereich Zubehör gibt es kaum einen Hersteller, der so ein großes Sortiment vorzuweisen hat wie WaterRower. Das Zubehörsortiment umfasst beispielsweise Bodenschutzmatten, Laptop Halterungen, verschiedene Herzfrequenz-Bänder, Chlortabletten, Wasserfarbe, Sitzkissen, HiRise Adapter, Rudergriffe, Pflegesets, Schutzplanen u.v.m. Dadurch kommen Sie in den Genuss vieler Zusatzfunktion und können das Rudergerät je nach Bedarf optimal aufrüsten.

Concept2 hat seit dem letzten Jahr das Zubehörsortiment ebenfalls erweitert und bietet von Sitzkissen, Bodenschutzmatten, Handy-Halterungen, Schutzplanen alles Essenzielle an. Für 95 % der Käufer ist das vollkommen ausreichend. Wer mehr möchte, muss sich bei WaterRower umschauen.

Fazit

Im Großen und Ganzen überzeugen beide Rudergeräte und werden auch somit ihren Ruf in der Indoor-Ruder-Szene total gerecht. Allerdings sind auch beide Rudergeräte für zwei verschiedene Zielgruppen ausgelegt.

Der WaterRower ist für jeden geeignet, der viel Wert auf Optik, die platzsparende Lagerung, ein realistisches Rudergefühl und die Geräuschkulisse legt. Zudem sieht der WaterRower selbst im Wohnungsraum sehr edel aus. Wenn noch irgendwo Verbesserungsbedarf besteht, dann ist es der S4 Trainingscomputer.

Das Concept2 dagegen punktet beim Trainingscomputer, beim guten Rudergefühl, in der sehr stabilen Bauweise und beim Online-Modus. Jeder, dem es in ersten Linie nur um das Training geht, sollte eher zum Concept2 greifen. Vorgesetzt die Lautstärke stellt kein Problem dar. Der Online-Modus macht richtig Spaß und motiviert enorm. Die Community ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und auch in Zukunft wird das Concept2 der Standard für Indoor-Wettkämpfe sein. Der größte Nachteil des Concept2 ist die Lautstärke und somit ist die Rudermaschine für Mietwohnungen nicht wirklich geeignet.

Objektiv gesehen wäre es nicht fair einen Gewinner dieser Gegenüberstellung zu küren. Aber ich persönlich würde mit dem Concept2 gehen, da mir der Wettkampmodus sehr wichtig ist. Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, welches Rudergerät einem mehr zusagt. Beide Rudergeräte sind gute Investitionen.

Ich hoffe, dass der Vergleich bei der Entscheidungsfindung ein wenig geholfen hat.

 

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