Bewertung
315,00 € 279,00 €
Technische Daten
Widerstand
Magnet
Einsatzgebiet
Einsteiger
Belastbarkeit
125 kg
Abmessungen
174 x 55 x 65 cm
Lagerung
65 x 55 x 174 cm
Programme
Datenblatt
Allgemein
Widerstand
Abmessungen
Technik
Programme
Apps
Sonstiges
Testbericht
Zuletzt aktualisiert:
16. November 2023
Autor
Alex Baumann
In unserem Skandika Venn Rudergerät Test, wird das Einsteiger-Ruderergometer auf seine Belastbarkeit bzw. Funktionalität geprüft und mit anderen vergleichbaren Modellen getestet.
Der Aufbau ist nicht sonderlich schwierig und in sechs Schritten recht schnell durchgeführt. Kurz zusammengefasst, müssen Sie den Hauptrahmen mit der Laufschiene anbringen und dabei auch den Computer, den Sitz, die Standfüße und die Pedale befestigen. Bisschen zeitaufwändiger als sonst, aber in 30 bis 45 Minuten machbar.
Mit im Lieferumfang enthalten sind:
Die Verarbeitung des Skandika Venn ist gemessen am Preis nicht schlecht. Die Laufschiene aus hochwertigem Aluminium wirkt stabil und belastbar. Gut sind auch die Standbeine, die einiges aushalten. Die ganze Mechanik hat bis dato auch normal funktioniert und hat keine Schwächen gezeigt.
Allerdings ist es ja nur ein Einsteigergerät und es sind nicht die hochwertigsten Komponenten verbaut, wobei diese mit Sicherheit auch mit der Zeit langsam verschleißen. Einen leichten Schwachpunkt sehen wir an den Fußstützen und der Begrenzung dahinter. Mit der Zeit könnten da einige Gebrauchsspuren zu sehen sein. Zudem ist der Sitz gut gepolstert, aber die Rollen darunter sind halt auch Plastik und könnten in Zukunft auch z.B. quietschen. Von daher sollte das Gerät auch gut gewartet werden.
Die maximale Belastbarkeit beträgt 125 kg, wovon wir aber eher abraten. Der Wert ist per se nicht falsch, nur kommt das Gerät dadurch schon sehr schnell an seine Grenzen und wird auch dann Probleme machen.
Alles in allem ist die Verarbeitung für ein Anfänger-Ruderergometer in Ordnung.
Das Training mit dem Skandika Venn ist nur Anfängern zu empfehlen. Das Skandika Rudergerät setzt auf einen Magnetbremswiderstand, der eine Schwungmasse von 3,8 kg hat. Sonderlich viel ist das nicht. Regulieren lässt sich der Widerstand in 8 Stufen, wobei die ersten 6 Stufen selbst für untrainierte viel zu leicht zu bewältigen sind. Die Stufen 7 und 8 sind in Ordnung, aber auch nicht das Wahre.
Die Ruderbewegung selbst funktioniert ganz gut und der Sitz harmoniert mit dem Zugband ziemlich gut für ein Ruderergometer dieser Preisklasse. Die Laufschiene ist nur nicht sonderlich lang, weshalb nur Personen bis ca. 190 cm das Skandika Venn ordnungsgemäß nutzten können. Größeren Personen würden wir sowieso von dem Rudergerät abraten.
Kein großer Kritikpunkt, aber die Haltestange ist in bisschen klein und man muss schon weit außen greifen. Zudem ist die Beschaffenheit der Stange nicht mit Top-Modellen zu vergleichen. Ein großes Hindernis beim Training ist es aber für uns nicht und wer es nicht anders kennt, dem wird das evtl. gar nicht auffallen.
Die Betriebslautstärke des Skandika Venn ist in Ordnung und unserer Meinung nach nicht zu laut. Der Magnetwiderstand hat etwa Zimmerlautstärke und das Geräusch des Sitzes auf der Laufschiene ist ebenfalls gut auszuhalten. Halt nicht vergleichbar mit einem Top-Gerät, aber für den Heimgebrauch nutzbar.
Auch wenn Sie mal bisschen später am Tag trainieren möchten, sollte es kein Problem und Ihr Nachbar sollte nichts mitbekommen. Nebenbei TV schauen oder Musik hören geht ebenfalls voll klar.
Verbaut ist ein Computer mit einem LCD Display, dass einige Trainingswerte anzeigt. Dazu gehören:
Wichtige Werte wie z.B. die Zeit für 500 m fehlen und die Werte sind bei allen Einsteigergeräten nicht sonderlich genau und sollten nicht mit Top-Modellen verglichen werden. Zum Beispiel erscheint uns der Kalorienverbrauch, als auch die Distanz viel zu hoch zu sein, vor allem mit so einem schwachen Widerstand.
Betrieben wird der Computer mit 2 AA-Batterien, die leider richtig schnell verbraucht werden, auch im Standby, obwohl es nur ein ganz einfaches LCD Display ist ohne Hintergrundbeleuchtung. Wir empfehlen deswegen, die Batterien sogar nach dem Training kurz rauszunehmen, denn wichtige Werte werden sowieso nicht gespeichert.
Trainingsprogramme gibt es leider keine, dafür aber zum Glück einen Bluetooth-Empfänger, über diesen Sie einen Herzfrequenzgurt oder die Apps verbinden können.
Unterstützt werden alle 5,3 kHz uncodierten Pulsgurte. Leider gelingt die Kopplung nicht immer direkt und benötigt einige Anläufe. Wir vermuten, dass sich das Skandika Venn mit anderen naheliegenden Bluetooth-Geräten verbinden möchte.
Die Tablethalterung ist nichts besonders, aber ausreichend und stabil genug. Nur leider wird das Display des Computers verdeckt. Bei Nutzung der Apps aber nicht weiter schlimm.
Der Computer des Skandika Venn unterstützt offiziell 2 Apps und inoffiziell eine weitere App, die ziemlich gut ist. Aber dazu kommen wir gleich. Die App werden alle in der Regel via Bluetooth mit Ihrem Endgerät verbunden.
Die App bietet für Fitnessgeräte wie z.B. Rudergeräte, Laufbänder und Co. einige Funktionen, wie z.B. Statistiken, Programme und Mini Games. Wir halten uns kurz: In der Realität funktioniert die App nur sehr unzuverlässig und war im Skandika Venn Test kein Mehrwert für unser Training.
Neben diesen Funktionen beinhaltet Kinomap auch Bestenlisten, Statistiken, Export-Funktionen und auch die Möglichkeit, das Bild des Endgeräts an einen Smart-TV zu übertragen. Ein Nachteil ist, dass viele Videos nur in der Premium-Version erhältlich sind, die monatlich bisschen was kostet. Bei regelmäßiger Nutzung lohnt es sich aber.
Das ist keine offizielle App und ein Projekt eines deutschen Entwicklers, der die App immer aktuell hält und mittlerweile wirklich viele Fitnessgeräte unterstützt werden. So auch das Skandika Venn. MyHomeFIT ist komplett kostenfrei und beinhaltet nur ein bisschen Werbung, wodurch sich die App finanziert. Gegen eine kleine Einmalzahlung kann auch diese entfernt werden.
Die App umfasst sehr viele Funktionen wie z.B. Warmup/Cooldowns, eine Benutzerverwaltung, Trainingsprogramme (HRC, Intervall, Regeln), einen eigenen Programm-Editor, virtuelle Strecken (via GPX), Maps Ansichten, eine Streaming-Funktion und vieles mehr.
Von unserer Seite aus, eine klare Empfehlung.
Das Skandika Venn ist nicht klappbar, was wir aber in diesem Fall, nicht unbedingt als negativen Punkt werten. Mit dem eingeklappten Computer ist das Venn dann nur noch 52 x 54 x 174 cm (L x B x H) groß und benötigt in der Breite und Länge etwa so viel Platz wie ein Stuhl.
Gerade in Räumlichkeiten, wo wenig Platz vorhanden ist, ist das Skandika Venn eine Überlegung wert. Wie bei anderen Ruderergometern auch, sind beim Venn Transportrollen angebracht, mit denen Sie das Rudergerät ohne Kraftaufwand verschieben können.
Sollten die Rollen nach einiger Zeit nicht mehr so gut über den Boden rollen, empfehlen wir Ihnen diese einfach zu ölen. In den meisten Fällen hilft das.
Das Skandika Venn ist ein Rudergerät, dass sich wirklich nur an Anfänger richtet, die alle paar Tage ganz gemütlich sich ein bisschen gelenkschonend bewegen möchten.
Vorteilhaft beim Venn ist auf jeden Fall der günstige Preis, die Betriebslautstärke, der Platzbedarf und natürlich der Support der Apps Kinomap & MyHomeFIT, die den Trainingsumfang stark erweitern.
Wie aber zu erwarten, ist das Skandika Venn nur ein Einsteigergerät und der Widerstand ist nicht sonderlich hoch. Auch die Stabilität und Belastbarkeit ist nicht auf intensivem Training ausgelegt. Wer wirklich vorhat sich dauerhaft zu steigern, sollte eher zu einem Gerät greifen, dass mehr Widerstand bietet oder direkt zu einem Mittelklassegerät.
Alternativen wären z.B. in dieser Preisklasse das SportPlus-SP-MR-008, das ein bisschen mehr Widerstand bietet, aber auch ein Einsteigermodell ist. Ansonsten hat Skandika in der mittleren Preisklasse, Modelle wie z.B. das Nemo III & Nemo IV, die deutliche Upgrades sind und sogar einen Wasserwiderstand haben. Des Weiteren wäre noch das Sportstech RSX500 zu nennen, dass einen höheren Magnetwiderstand hat und ein toller Allrounder mit vielen Funktionen ist.
Alternativen