Rudergerät Test Logo
Bestenliste

Nachteile eines Rudergeräts: Lohnt sich der Kauf trotzdem?

Nicht nur Vorteile: Ein kritischer Blick auf Rudergeräte

Alex-Baumann

Beitrag von
Alex

Veröffentlicht
18. Mai 2024

Zuletzt bearbeitet
16. Apr. 2026

Nachteile eines Rudergeräts

Welche echten Nachteile hat ein Rudergerät?

Die meisten angeblichen Nachteile eines Rudergeräts entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als lösbare Herausforderungen. In unserer Erfahrung mit über 100 getesteten Rudergeräten zeigt sich: Die wirklich relevanten Einschränkungen betreffen Platz, Einstiegshürde und Trainingsvariation — nicht die häufig genannten Punkte wie Rückenbelastung oder hohe Kosten.

Rudern mit dem RowErg

Das Rudergerät gehört zu den effizientesten Fitnessgeräten überhaupt: 86 % der gesamten Muskulatur werden bei korrekter Technik beansprucht, der Kalorienverbrauch liegt bei 400–600 kcal pro Stunde, und die Gelenkbelastung ist minimal. Trotzdem gibt es ehrliche Nachteile, die du vor dem Kauf kennen solltest.

Im Folgenden behandeln wir jeden einzelnen Nachteil eines Rudergeräts im Detail — mit ehrlicher Einordnung, Praxis-Erfahrung aus unserer Testredaktion und konkreten Lösungsansätzen.

Wird Rudertraining auf Dauer nicht langweilig?

Ja, das Risiko ist real — und der häufigste Grund, warum Rudergeräte nach einigen Monaten verstauben. Die Ruderbewegung ist repetitiv: Catch, Drive, Finish, Recovery, immer derselbe Ablauf. Anders als beim Laufen im Freien fehlt der Szenenwechsel.

In unserer Testredaktion beobachten wir aber: Wer Abwechslung einbaut, bleibt dran. Die Lösungen sind einfach und wirksam:

Kinomap Features Übersicht
Ruder-Apps bieten Abwechslung und motivieren
  • Ruder-Apps wie Kinomap oder EXR bieten virtuelle Strecken auf echten Gewässern und Online-Wettkämpfe
  • Intervalltraining (z. B. 30 Sekunden Sprint, 60 Sekunden locker) ist nachweislich effektiver als gleichmäßiges Rudern und bricht die Monotonie
  • Musik, Podcasts oder Serien während des Trainings — bei den Nachteilen eines Rudergeräts wird oft vergessen, dass es im Gegensatz zum Laufband leise genug dafür ist
  • Strukturierte Programme mit wechselnden Zielen (Distanz, Zeit, Kalorien) geben dem Training einen Rahmen

Der Nachteil der Monotonie beim Rudergerät ist also weniger ein Geräte-Problem als eine Frage der Trainingsgestaltung.

Wie viel Platz braucht ein Rudergerät wirklich?

Im Betrieb benötigt ein Rudergerät rund 200–220 × 50–60 cm Stellfläche — das entspricht etwa einem schmalen Bett. Für kleine Wohnungen ist das ein echtes Hindernis, und es ist einer der Nachteile eines Rudergeräts, der sich nicht wegreden lässt.

Skandika Nytta klappbar
Klappbare Modelle gibt es viele auf dem Markt
GerätetypStellfläche BetriebStellfläche gelagertBeispiel
Standard-Rudergerät200 × 55 cmNicht klappbarConcept2 RowErg
Klappbares Modell200 × 55 cm~130 × 55 cmSportstech WRX1000
Hochkant-Lagerung200 × 55 cm~55 × 210 cm (Wand)WaterRower
Kompakt-Rudergerät150 × 50 cm~90 × 50 cmMerach Q1S

Praxis-Tipp aus unserer Erfahrung: Plane zusätzlich 50 cm Bewegungsfreiheit vor und hinter dem Gerät ein. In einer 2-Zimmer-Wohnung ist ein klappbares Rudergerät die sinnvollste Lösung — nach dem Training lässt es sich in unter 30 Sekunden zusammenklappen.

Ist ein Rudergerät für Anfänger geeignet?

Ja — aber die ersten drei Trainingseinheiten erfordern Geduld. Im Gegensatz zu Laufen oder Radfahren ist die Ruderbewegung für die meisten Menschen komplett neu. Catch, Drive, Finish, Recovery — dieser vierphasige Ablauf muss erst in den Körper. Das ist ein häufig unterschätzter Nachteil eines Rudergeräts.

In unserer Testredaktion sehen wir regelmäßig, wie Einsteiger die Bewegung anfangs falsch ausführen: Arme vor Beinen ziehen, Rundrücken im Catch, zu schnelle Schlagfrequenz. Die Konsequenz ist nicht nur weniger Trainingseffekt, sondern auch ein erhöhtes Risiko für Rückenbeschwerden — was dann fälschlicherweise dem Gerät angelastet wird.

Die gute Nachricht: Nach 2–3 Einheiten sitzt die Grundtechnik bei den meisten. Was hilft:

  • Ein einziges YouTube-Tutorial (5 Minuten) zur korrekten Rudertechnik reicht für den Anfang
  • Langsam starten: 18–20 Schläge pro Minute, Fokus auf saubere Bewegung statt Kraft
  • Filmen und vergleichen: Nimm dich beim Rudern mit dem Handy auf und vergleiche mit Profi-Videos
  • Ruder-Kurse im Fitnessstudio bieten eine fundierte Einführung unter Anleitung

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Wer einmal die Technik verinnerlicht hat, profitiert langfristig: Die Ruderbewegung ist einer der natürlichsten Ganzkörper-Bewegungsabläufe im Fitnessbereich.

Gibt es gesundheitliche Einschränkungen beim Rudergerät?

Rudern ist eine der gelenkschonendsten Sportarten — aber nicht für jeden sofort geeignet. Im Gegensatz zum Laufen gibt es beim Rudern keine Stoßbelastung auf Knie, Hüfte oder Wirbelsäule. Das ist ein oft übersehener Vorteil, der die Nachteile eines Rudergeräts in vielen Fällen deutlich relativiert.

Rudergerät Kniearthrose Schmerzen
Rudern ist oftmals sehr gut für das Knie

Trotzdem gibt es Einschränkungen, die du kennen solltest:

  • Akute Rückenbeschwerden: Bei Bandscheibenvorfällen oder akuten Entzündungen vorher den Arzt fragen. Die Beuge-Streck-Bewegung kann bei falscher Technik kontraproduktiv sein
  • Knieprobleme: In den meisten Fällen kein Problem — die Bewegung ist fließend und die Kniebelastung gering. Viele Physiotherapeuten empfehlen Rudern sogar als Reha-Training. Entscheidend: Den Sitz nicht über einen 90-Grad-Winkel in den Knien hinausschieben
  • Hüft-OP oder Einschränkungen: Die tiefe Sitzposition kann bei eingeschränkter Hüftbeweglichkeit problematisch sein. Ein Rudergerät für Senioren mit erhöhtem Einstieg schafft hier Abhilfe
  • Schwangerschaft: Ab dem zweiten Trimester wird die Ruderbewegung durch den Bauch eingeschränkt — Rücksprache mit dem Arzt

Verliert ein Rudergerät schnell an Wert?

Hochwertige Rudergeräte halten ihren Wert überraschend gut. Anders als Laufbänder, deren Motor verschleißt, haben Rudergeräte wenige mechanische Teile. Ein gut gepflegtes Concept2 RowErg erzielt gebraucht noch 70–80 % des Neupreises.

Als Faustregel gilt: Marken-Rudergeräte ab ca. 500 € Neupreis lassen sich problemlos weiterverkaufen. Budget-Modelle unter 200 € verlieren schneller an Wert und finden weniger Käufer. Wer unsicher ist, kann mit einem gebrauchten Markengerät starten — das Risiko ist minimal.

Die Kernaussage aus unserer Erfahrung: Für die große Mehrheit der Trainierenden sind die Nachteile eines Rudergeräts bei körperlichen Einschränkungen geringer als bei Laufbändern oder Crosstrainern. Rudern ist gerade wegen seiner Gelenkschonung für viele die bessere Wahl.

Wie laut ist ein Rudergerät wirklich?

Die Lautstärke hängt vom Widerstandstyp ab — und reicht von flüsterleise bis zur Zimmerlautstärke. In unseren Tests messen wir die Dezibel-Werte auf 1 Meter Abstand bei moderater Trainingsintensität.

Zum Vergleich: Ein normales Gespräch liegt bei etwa 60 dB, ein laufender Fernseher bei 55 dB.

  • Magnet-Rudergeräte: 35–45 dB (leiser als ein Kühlschrank)
  • Wasser-Rudergeräte: 50–60 dB (angenehmes Plätschern)
  • Luft-Rudergeräte: 60–75 dB (bei Sprint deutlich hörbar)
  • Hydraulik-Rudergeräte: 40–50 dB (leise, aber mechanisches Geräusch)

Wer in einer hellhörigen Wohnung trainiert, sollte zu einem Magnet- oder Wasser-Rudergerät greifen.

Nachteile im Vergleich: Rudergerät vs. andere Fitnessgeräte

Kein Fitnessgerät ist perfekt — aber die Nachteile eines Rudergeräts fallen im direkten Vergleich überraschend mild aus.Hier eine ehrliche Gegenüberstellung:

KriteriumRudergerätLaufbandFahrrad-ErgometerCrosstrainer
PlatzbedarfHoch (200 cm)Sehr hoch (180–200 cm)Mittel (120 cm)Hoch (170 cm)
GelenkbelastungSehr geringHoch (Stoßbelastung)Sehr geringGering
Muskelgruppen86 % GanzkörperPrimär UnterkörperPrimär Unterkörper80 % Ganzkörper
EinstiegshürdeMittel (Technik lernen)NiedrigNiedrigNiedrig
Kalorienverbrauch/h400–600 kcal500–700 kcal300–500 kcal400–600 kcal
LautstärkeLeise bis mittelLaut (Motor)Sehr leiseLeise
Monotonie-RisikoMittelMittelHochMittel

Die Tabelle zeigt: Beim Nachteil der Einstiegshürde liegt das Rudergerät vorn. Bei Platzbedarf, Kalorienverbrauch und Gelenkbelastung schneidet es aber gleich gut oder besser ab als die Konkurrenz. Nur wer gezielt den Unterkörper trainieren will, ist mit einem leisen Fahrrad-Ergometer eventuell besser beraten.

Welche Rudergeräte-Typen haben welche Nachteile?

Nicht jedes Rudergerät hat die gleichen Schwächen — der Widerstandstyp entscheidet. Wasser-Rudergeräte sind leise und ästhetisch, brauchen aber regelmäßigen Wasserwechsel und sind teurer. Luft-Rudergeräte bieten das realistischste Rudergefühl, werden bei hoher Intensität aber laut. Magnet-Rudergeräte sind die leiseste Option, fühlen sich aber weniger natürlich an.

WiderstandstypLautstärkeWartungPreisspanneRudergefühl
WasserLeise (Plätschern)Wasserwechsel 1–2x/JahrAb ca. 500 €Sehr natürlich
LuftMittel bis lautKaum WartungAb ca. 300 €Natürlich
MagnetSehr leiseWartungsfreiAb ca. 200 €Gleichmäßig
HydraulikLeiseZylinder verschleißenAb ca. 100 €Eingeschränkt

In unserer Erfahrung bieten Luft-Magnet-Kombinationen den besten Kompromiss: natürliches Rudergefühl bei moderater Lautstärke und fairem Preis.

Lohnt sich ein Rudergerät trotz der Nachteile?

Ja — für die große Mehrheit der Trainierenden überwiegen die Vorteile deutlich. Keiner der genannten Nachteile eines Rudergeräts ist ein Dealbreaker. Platzbedarf lässt sich mit klappbaren Modellen lösen, die Einstiegshürde ist nach wenigen Trainingseinheiten überwunden, und die Monotonie verschwindet mit der richtigen App oder einem strukturierten Trainingsplan.

Auch beim Preis relativiert sich der Nachteil schnell: Ein solides Mittelklasse-Rudergerät kostet 500–800 € — verglichen mit einem Fitnessstudio-Abo (300–600 € pro Jahr) trainierst du ab dem zweiten Jahr praktisch kostenlos, ohne Anfahrt und ohne Zeiten-Stress. Dazu kommen minimale Wartungskosten: Wasser-Rudergeräte brauchen alle 6 Monate frisches Wasser, Magnetbremsen sind praktisch wartungsfrei.

In unserer Testredaktion mit über 100 getesteten Rudergeräten sehen wir: Wer regelmäßig rudert, bleibt dabei. Das Rudergerät ist das einzige Cardio-Gerät, das gleichzeitig Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit trainiert — bei minimaler Gelenkbelastung.

Für wen lohnt sich ein Rudergerät trotz der Nachteile besonders:

  • Alle, die wenig Zeit haben: 20 Minuten Rudern ersetzen 30 Minuten auf dem Laufband plus separate Kraftübungen
  • Personen mit Gelenkproblemen: Kein Stoßimpuls, fließende Bewegung
  • Fitness-Einsteiger: Geringe Verletzungsgefahr, schnelle Fortschritte
  • Wer zu Hause trainieren will: Leiser als Laufbänder, effektiver als Ergometer

Wer sich unsicher ist, kann in den meisten Fitnessstudios ein Rudergerät testen, bevor er investiert. Unsere Bestenliste mit über 100 getesteten Rudergeräten hilft bei der Modellwahl.

FAQ zu den Rudergerät-Nachteilen

Alex, erfahrener Rudergeräte-Tester mit 15 Jahren Expertise, hat bereits über 100 Modelle getestet. Mit seinem tiefen Wissen liefert er präzise Bewertungen, praxisnahe Ratschläge und fundierte Empfehlungen, um das perfekte Rudergerät für effektives und gesundes Training zu finden.

Autor

Hinterlasse den ersten Kommentar